Uzumaki – Der Horror zieht seine Kreise

Mein absolutes Mangahighlight aus dem letzten Jahr verdanke ich dem lieben Kame, der mir diesen empfohlen hat. Ihr wisst ja das ich gerne Horrorgeschichten – am liebsten in Richtung Psycho lese. Dieser Manga hier hat mich tiefer erwischt als ich eigentlich dachte!

Doch um was geht es überhaupt? 

In Kurouzu geschehen seltsame Dinge. Spiralen durchwirbeln den Himmel, das Wasser, das Licht und schließlich auch die Körper der Menschen. Kirie glaubt anfangs nicht an die düsteren Theorien ihres Freundes Shuichi, doch schon bald fehlt es an logischen Erklärungen für die absurden Vorkomnisse.

Klappentext

Das ganze hört sich erst einmal seltsam an. Ist es auch. Der Manga ist wirklich schön in einzelne Geschichten pro Kapitel aufgeteilt und lässt sich dadurch sehr angenehm lesen. Die Geschichten bauen alle aufeinander auf da die Geschehnisse alle zusammenhängen. Wie und warum das ganze passiert, wird in diesem Beitrag nicht verraten!
(Trotzdem ist unter Umständen der ein oder andere Spoiler enthalten!)

Das ganze beginnt als an Kirie eine Windhose vorbei saust. Als nächstes entdeckt sie den Vater von Shuichi an einer Wand sitzen und etwas beobachten. Sie trifft ihren Freund Shuichi dem schon länger aufgefallen ist das sein Vater von Spiralen besessen sei. Shuichi schiebt eigentlich ziemlich von Anfang an schon ..nun ja wie eine Art Paranoia dass das Dorf von Spiralen besessen sei und er diesen Ort verlassen möchte. Er warnt auch Kirie durchweg das die Spiralen das böse bringen und sie überall sind. Dies wird ab und zu nervig vorallem weil Shuichi Saito trotz seiner Panik (er verlässt ab einem gewissen Punkt das Haus nicht mehr) im Dorf bleibt.
Nun zurück zum Anfang der Story. Wir haben also den Vater der von Spiralen ganz besessen ist, er sammelt alles was eine Spiralenform hat und sieht überall Spiralen. Als die Mutter seine Sammlung entsorgt weil sie es nicht mehr aushält, kippt die Stimmung komplett. Shuichis Vater wird wütend aggressiv und sagt das die Spiralen zu ihm kommen werde. Was zur Hölle…? Werdet ihr jetzt sicher denken aber es geht noch weiter!
Er setzt seine Brille ab um zu zeigen das seine Augen, unabhängig voneinander sich spiralenförmig bewegen können. Einige Seiten später zeigt er, wie er seine Zunge zu einer Spirale machen kann.
Eines Tages fanden Shuichi und seine Mutter im Arbeitszimmer seines Vaters einen Zuber. Herr Saito war nicht aufzufinden. Also öffneten die beiden den Deckel und sahen etwas wirklich grauenhaftes – der Vater war gestorben.
Die Asche wurde verbrannt und am Himmel sah man aus dem Schornstein der Verbrennungsanlage einen Rauch in Form einer Spirale. Dieser Rauch setzte sich (auch in Spiralenform – wer hätte es gedacht) in den Libellenweiher nieder.

Was in dem Dorf passiert wird immer seltsamer aber alles hängt zusammen. Man rutscht durch die Kapitel immer mehr in die Spirale hinein bis man selbst davon gefangen ist. Ich muss gestehen das ich die Kapitel nur so verschlungen habe, bis mir Spiralen bei mir selbst aufgefallen sind. Dann musste ich den Manga natürlich sofort zu Ende lesen um zu Erfahren wie alles weiter verläuft.
Schlussendlich hatte ich das Gefühl das es guter Horror ist aber beim lesen dachte ich nicht das er mich so mitnehmen würde.
Nach dem Lesen war erstmal ein ‚WTF?‘ in meinem Kopf und ein ‚Krass…‘ und dann musste ich die Geschichte erst einmal sacken lassen.

Der Manga ist vom Carlsen Manga! Verlag und wurde 2013 in 3 Bänden veröffentlicht. Heute gibt es eine tolle Gesamtausgabe/Deluxe Edition für 28€. Das ganze wurde von Junji Ito gezeichnet. Junji Ito ist wohl für seine Horrorgeschichten bekannt (Schande über mein Haupt, ich kannte ihn nicht!). Im Internet habe ich noch einige Werke von ihm durchgestöbert. Die meisten scheinen auf englisch zu sein – ich hoffe noch weitere Werke von ihm im deutschen Buchhandel begrüßen zu dürfen.

Bildergalerie: Uzumaki

Kanntet ihr den Mange bereits und habt ihn gelesen? Was sagt ihr zu dem Werk?

Lob,Kritik&weitere Anregungen gerne in die Kommentar 🙂

Bis zum nächsten Beitrag,
eure Jule