Gelesen: Erinnerungen an einen Mörder

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Heute habe ich wieder eine kleine feine Rezension für euch. Wie bereits erwähnt komme ich durch Skoobe öfter zum lesen und stöber mich durch die Auswahl. So kam ich auf das Buch: Erinnerungen an einen Mörder. Der Titel sprach mich an, auch das Cover schien passend zum Buchtext.

Das Buch ist von Petra Hammesfahr geschrieben. Es ist am 01.07.2010 beim Rohwolt Taschenbuch Verlag erschienen und umfasst 448 Seiten. Es kostet 15,90€ und es gibt ein ein Hörbuch davon.

Inhalt
Es gab für Felix nie einen Grund, seinen Vater zu fürchten. Vor seiner Mutter hat der Achtjährige panische Angst, als er ein Diktat mit 17 Fehlern daheim zur Unterschrift vorlegen soll. Charlotte Meller will unbedingt ein Genie aus ihrem Sohn machen, prügelt oft genug aus Frust auf den Jungen ein, vernachlässigt die beiden kleinen Töchter und macht ihrem Mann das Leben zur Hölle. Für seinen Vater, das weiß Felix, sind ein paar Fehler nicht so schlimm. Deshalb geht er mit seinem Diktat lieber zur Baustelle, auf der Thorsten Meller arbeitet. Als er dort hört, sein Vater sei bereits nach Hause gefahren, tritt auch Felix erleichtert den Heimweg an. Stunden später wird er in der Stadt aufgegriffen – mit seinem Ranzen auf dem Rücken und einer Stichverletzung am Hals. Es ist nicht nur sein Blut, mit dem er über und über besudelt ist. Er muss daheim gewesen sein, aber jahrelang erinnert er sich nicht daran. In seinem Gehirn ist eine Tür zugeschlagen. Von Zeit zu Zeit offenbart sich ihm zwar ein Blick durchs Schlüsselloch, aber erst als Erwachsener, mit einem blutigen Messer neben seiner toten Lebensgefährtin kniend, begreift Felix, was damals wirklich geschehen ist.

Allgemeines
Das Buch lässt sich gut lesen. Es ist spannend geschrieben sodass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Einige Sätze scheinen beim ersten mal lesen seltsam sodass ich das ein oder andere mal die vorherigen Sätze erneut gelesen habe. Die Thematik und Beschreibung hat mir bis zum Schluss gut gefallen – bis zum Schluss. Nun habe ich das Gefühl das ich ein sehr kritischer Mensch bin was das angeht – ich finde das oft Bücher,Serien,Filme,Spiele – all das durch ein schlechtes Ende kaputt gemacht wird. Bzw dass das Ende einfach für mich nicht passend ist – genauso bei diesem Buch. Wie durch die Inhaltsbeschreibung angegeben, kann man sich vorstellen dass der Hauptprotagonist Felix immer mehr Erinnerungen an sein Familiendrama erlangt. Diese sind ebenfalls gut geschrieben doch da kommt die Wendung auf den letzten Seiten: SPIOLER (zum lesen markieren) Die Mafia kommt ins Spiel und sein Pflegevater/Onkel steckt dahinter und ja… was?? Naja, war okay, alle angeschossen und so aber ein gutes Ende war es in meinen Augen nicht. Vorallem da diese seltsame Verbindung durch die Mafia nur durch einen Charakter gegeben wurde die halt gerne herumschnüffelt (mehr dazu bei den Charakteren). Und selbst DIESE ist nur durch Zufall darauf gestoßen. Ebenso hat es mich sehr verwundert wie einfach diese Spannung vom ersten (denklichen) Mord von Felix vertuscht wird und die Spannung wieder runter geht. Das fand ich schade.

Die Charaktere
Felix ist der Hauptprotagonist. Am Anfang sehen wir das Familienleben mit seiner Mutter Charlotte, der Oma Giftzahn und der Schwestern Annika und Sabine. Schnell wird ersichtlich was für eine Mutter Lotti ist, keine fürsorgliche. Sie lässt die kleine Annika stundenlang allein und verbringt die Zeit lieber bei ihrer Mutter die ihr immer wieder weiß macht was für ein Schwachkopf der Felix doch ist und ihre hochbegabte Charlotte jemand besseres als den armen Thorsten verdient hätte. Dieser arbeitet auf einer Baustelle und gibt sein bestes seiner Familie ein schönes Leben zu bieten. Dann gibt es noch den Chef der Baustelle, Felix’s Pflegefamilie, Freunde im Internat, eine Hellseherin welche eine Polizistin als Tochter hat und natürlich Onkel Peter und Tante Birgit – seine späteren ‚Eltern‘. Nach der Familientragödie wird Thorsten als Schlächter dargestellt. Nur Oma Meller und Freund Gettman glauben an seine Unschuld.
Der Text wird durchgehend aus Felix’s Sicht erzählt, die Kapitel tragen Namen der Charaktere, welche im besagten Titel dann immer mehr Bedeutung bekommen bzw das Geschehen beeinflussen.

Pro&Kontra
als Leser begleitet man Felix’s Tragödie und Entwicklungsweg
man kommt schnell in die Geschichte rein
einfach zu lesen
gute Kapitelübersicht

die Handlungen der anderen Charaktere sind manchmal seltsam
Spannungsbogen teils gebrochen
das Ende ist unglaubwürdig,passt nicht zur restlichen Geschichte
manche Sätze klingen beim ersten mal lesen etwas seltsam von der Formulierung

Alles in allem würde ich das Buch als okay einstufen. Kann man lesen aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht tut. 

Habt ihr das Buch selbst gelesen?

Kritik,Lob&Anregungen gerne in die Kommentare!

Bis zum nächsten Beitrag,
eure Jule!