Die Selbstbestimmung und Ich

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich ein bisschen rückschauend zum vergangenem Jahr (ja,ich weiß es ist erst November und eigentlich zu früh für sowas!) schreiben.

Mit dem Sommer 2016 begann eine furchtbare Zeit für mich. Ich erkrankte an einer chronischen Krankheit die in Deutschland kaum jemand kennt. Ich hatte großes Glück an einen Experten in diesem Gebiet überwiesen zu werden. Es handelt sich um das VVS (Vestibulitis Vulvae Syndrom). Ich möchte in diesem Beitrag nicht weiter darüber eingehen da es ein sehr großes und intimes Thema ist. Wenn euch die Krankheit weiter interessiert dann äußert das doch bitte in den Kommentaren und ich werde dann einen eigenen Eintrag darüber verfassen. Wenn jemand ebenfalls davon betroffen ist – melde dich gerne bei mir!

Nun, anfangs wurde ich mit den verschiedensten Medikamenten behandelt und habe aus Verzweiflung selbst einige Selbstversuche unternommen. Durch die Schmerzen ging ich nicht mehr regelmäßig zur Schule und brach meine Erzieherausbildung im dritten Lehrjahr somit ab. Im November letzten Jahres wurde ich an einen Spezialisten überwiesen der mir die Krankheit diagnostizierte und operierte. Den Dezember verbrachte ich damit meine Wunden zu heilen und meine Psyche wieder zu stabilisieren indem ich mir u.a Hilfe suchte.

Dezember und Januar vergingen und ich war damit beschäftigt mich mit meiner Zukunft auseinanderzusetzen. Was möchte ich und was kann ich mit meiner Ausbildung hier anfangen? Ich bin staatlich anerkannte Kinderpflegerin, gelernt in Ba-Wü – diese Ausbildung wird in Land Brandenburg nicht anerkannt.
Also wurde ich bis Mai „Erzieherhilfe“ in einer Ganztagesschule mit Hort. Es hat sehr viel Spaß gemacht aber ich erkannte das mich die Arbeit nicht glücklich macht also suchte ich weiter. Im Mai fand ich dann meine Stelle als Zimmermädchen. Hier lernte ich einiges über mich. Ich lernte das ich gerne (unabhängig der Meinung meiner Eltern, hierzu könnt ihr auch den Bericht über die Leistungsgesellschaft und meinen Beruf hier nachlesen) einfach nur Zimmer reinige und den Kopf frei habe. Ich lernte die Arbeit zu schätzen und lernte mich in meiner Familie durchzusetzen.

Jetzt habe ich mir meine Vorstellung von einem Leben ganz verwirklicht: Ich habe ein Hund, einen Mann und einen Job der mir mein eigenes Geld bringt. Ich gehe ab Dezember „nur“ Teilzeit in einem Klinikum putzen da mir meine Zeit für mich sehr wichtig ist. Ich liebe es nach der Arbeit nach Hause zu kommen, Zeit mit meiner Kleinen zu verbringen, den Haushalt zu schmeißen und Essen zu kochen bis mein Mann heim kommt. Für mich besteht der Sinn des Lebens nicht darin den ganzen Tag auf Arbeit zu verbringen und auf diese Erkenntnis bin ich sehr stolz!

Danke an alle die es mit dem Lesen durch diesen langen Text geschafft haben 🙂

Morgen werde ich eine kleine „Zwischenreview“ zu einem der Bücher veröffentlichen die ich von meiner Brieffreundin bekommen habe. Weiterhin folgen ein bis zwei Einträge zur Rubrik Games.

Bis zum nächsten Eintrag,
eure Jule!

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